Wir verwenden Cookies, um dir den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn du auf der Seite weitersurfst stimmst du der Cookie Nutzung zu.×

Ratgeber: Personenzelte

Ratgeber Kleben und Dichten
Themen

PersonenzelteRatgeber: Personen-Zelte

1. Zelte - ein Überblick

Es gibt jede Menge Zelte, welche je nach Einsatz verschiedenen Anforderungen gerecht werden müssen. Sie unterschieden sich nicht nur in ihrer Form oder Größe, sondern auch in ihren Materialien. Wer einmal in einem nassen Zelt geschlafen hat, der weiß, wie wichtig es ist, eine qualitativ hochwertige Unterkunft beim Campen zu haben. Wir möchten dir in unserem Zelt Ratgeber einen Überblick verschaffen, damit du schnell herauszufinden kannst, welches Zelt das richtige für dich ist.

Die wichtigsten Kriterien, um das richtige Zelt zu finden, sind so individuell, wie du selbst. Trotzdem gibt es einige Punkte, die du unbedingt bedenken solltest:

  •  Zeltformen
  •  Größe
  •  Einsatzgebiet
  •  Material
  •  Aufbau
  •  Packmaß und Gewicht
  •  Wetter

2. Die wichtigsten Auswahlkriterien bei Personen-Zelten

Im Folgenden möchten wir näher auf die unterschiedlichen Kriterien eingehen, damit du verstehen kannst, warum sie so wichtig sind.

2.1. Zeltarten – Welche Zeltformen gibt es?

Je nach Form eignen sich manche Zelte besser für eine Trekkingtour, einen Aufenthalt auf dem Campingplatz oder für andere Freizeitaktivitäten, wie z.B. Festivals. Wir haben dir eine Zusammenfassung der verschiedenen Formen erstellt:

Geodätzelt

Geodätzelt: Dieses Zelt ist durch seine Konstruktion sehr windstabil. Das Gestänge trifft sich an mehreren Stellen und wird dadurch sehr stabil.

Geodätzelte entdecken

Kuppelzelt

Kuppelzelt: Das Kuppelzelt ist eine weit verbreitete Zeltform. Es ist ein guter Allrounder und einfach aufzubauen.

Kuppelzelte entdecken

Tunnelzelt

Tunnelzelt: Die parallel stehenden Gestängebögen bilden einen Tunnel. Durch die Form bietet das Tunnelzelt die optimale Raumausnutzung.

Tunnelzelte entdecken

Firstzelt

Firstzelt: Diese Zeltform ist sehr bekannt, findet allerdings nur noch wenig Anwendung gegenüber moderneren und vorteilhafteren Zeltformen. Es ist allerdings sehr einfach aufzubauen und hat ein geringes Packmaß.

Firstzelte entdecken

Pyramidenzelt

Pyramidenzelt (Tipi-Zelt): Das Pyramidenzelt wird auch Tipi genannt. Die klassische Konstruktionsweise wird mit einer Stange in der Mitte des Zelts stabilisiert. Es wird besonders gerne in größeren Ausführungen für Gruppen verwendet.

Pyramidenzelte entdecken

Wurfzelt

Wurfzelt (Pop-Up Zelt): Das Wurfzelt überzeugt durch seinen einfachen Aufbau. Du musst es einfach nur in die Luft werfen und schon öffnet es sich von selbst.

Wurfzelte entdecken

Zeltform Windstabilität Platzangebot Packmaß Gewicht Aufbau Einsatz
Geodätzelt +++ +++ ++ + + In sehr windigen Gegenden
Kuppelzelt ++ +++ ++ ++ ++ Vielseitig
Tunnelzelt ++ +++ ++ ++ +++ Vielseitig
Firstzelt + + +++ ++ +++ Campingplätzem für Gruppen
Pyramidenzelt
(Tipi-Zelt)
++ +++ ++ + ++ Campingplätze, für Gruppen
Wurfzelt + ++ + +++ ++++ Strand, Festival, Garten,
kurzer Campingausflug

2.2. Zeltgröße - wie groß sollte das Zelt sein?

Die Frage nach der Zeltgröße richtet sich natürlich danach, wie viele Personen das Zelt nutzen werden. Von 2- bis 6-Personenzelte gibt es alles, was du dir vorstellen kannst. Auch Zelte für größere Gruppen sind keine Seltenheit.

Zeltgroesse

Für eine erwachsene Person solltest du im Schlafbereich ca. 70 cm Breite einplanen, damit ausreichend Platz vorhanden ist. Natürlich solltest du auch beachten, wie groß die Personen sind, die im Zelt schlafen. Eine Person über 1,80 m braucht mindestens 2 m Länge, um sich ausstrecken zu können. Zudem sollte im Zelt auch Platz für Ausrüstung bzw. Gepäck sein. Grundsätzlich gilt, je größer das Zelt, desto schwerer ist es. Das solltest du bei der Wahl im Hinterkopf behalten.

Unser Tipp: Wähle das Zelt immer „eine Nummer" größer. Für dich alleine nimmst du am besten, statt eines 1-Personenzelts, ein 2-Personenzelt. Als Paar besser ein 3-Personenzelt, usw. So hast du immer ausreichend Platz und Komfort.

2.3. Einsatzgebiete - ein spezielles Zelt für Camping, Trekking oder Bergsteigen?:

Eine der wichtigsten Fragen, die du dir stellen solltest, ist: Für welchen Zweck benötige ich das Zelt? Geht es übers Wochenende auf ein Festival, auf den Campingplatz in Italien oder zum Trekking? Je nach Einsatzzweck eignen sich manche Zelte besser als andere. In diesem Zusammenhang solltest du auch beachten, wie du das Zelt transportieren wirst und wie schwer es maximal sein darf.

Trekking, Bergsteigen und Co.: Ein Zelt für Outdoor-Aktivitäten muss vor allem in Sachen Gewicht, Stabilität, Wetterbeständigkeit und Packmaß überzeugen. Daher kann beim Trekking, Bergsteigen oder anderen sportlichen Aktivitäten ein Kuppelzelt, genauso wie ein Tunnelzelt zum Einsatz kommen. Informiere dich gut, welche Bedingungen auf deiner geplanten Tour herrschen. So kannst du die passende Zeltform am besten auswählen.

Camping: Auf einem Campingplatz begegnest du anderen Bedingungen als auf einer Trekking Tour. Gerade wenn das Zelt nicht ständig transportiert werden muss, kann Komfort wichtiger sein als Gewicht. Kuppelzelte sind der Klassiker auf dem Campingplatz. Auch hier solltest du beachten, wo der Platz liegt, welche Bedingungen dort herrschen und mit wie vielen Personen das Zelt genutzt werden soll.


2.4. Das Material des Außenzeltes

Die meisten Zelthäute bestehen aus synthetischen Geweben wie Polyester oder Nylon. Diese sind leicht, dünn, pflegeleicht und reißfest. Zudem sind sie UV-beständig und trocknen schnell. Teilweise kommt auch Baumwolle zum Einsatz. Sie ist extrem reißfest und sorgt für ein angenehmes Klima im Zelt. Die Gewebe werden in unterschiedlichen Qualitäts- und Preisklassen produziert.

Baumwolle

Vorteile Nachteile
Hohe UV-Beständigkeit Schwer
Angenehmes Klima Teuer
Extrem reißfest Braucht lange zum Trocknen

Polyester

Vorteile Nachteile
Trocknet direkt UV-Licht anfällig
Leicht Raschelgeräusche bei Wind
Pflegeleicht Heizt schnell auf
Reißfest
Günstig

Nylon

Vorteile Nachteile
Super leicht Sehr teuer
Sehr reiß-und scheuerfest Dehnt sich bei Nässe

Zu beachten ist auch die Beschichtung des Stoffes. Diese dient dazu das Material beständiger gegen Feuchtigkeit zu machen. Die gängigsten Beschichtungen sind die PU-Beschichtung (Polyurethan) und die SI-Beschichtung (Silikon). PU-beschichtete Zelte haben eine hohe Wassersäule, sind aber nicht so UV-beständig wie Zelte mit einer SI-Beschichtung. Das Beschichten mit Silikon stabilisiert zusätzlich das Gewebe. Dafür ist hier die Wassersäule nicht so hoch.

2.5. Das Material des Gestänges

Das Gestänge gibt dem Zelt die nötige Stabilität und Form. Hier können unterschiedliche Materialien zum Einsatz kommen. Zum Beispiel: Fiberglas, Aluminium, Stahl oder aufblasbare Luftschläuche.

Info: Mehr über die verschiedenen Gestängearten erfährst du in unserem Rategber über das Thema Vorzelte Zum Ratgeber

2.6. Die Wassersäule von Außenzelt und Boden

Wassersaeule

Bei der Zeltauswahl ist die Wasserdichte ein ausschlaggebender Faktor. Wie dicht ein Zelt ist, gibt die sogenannte "Wassersäule" an. Die Wassersäule wird durch ein namensgebendes Testverfahren ermittelt. Der Wert der Wassersäule beschreibt, wie viel Druck auf das Gewebe ausgeübt werden muss, bis dieses eine Flüssigkeit durchlässt. Je höher die Wassersäule, desto höher ist der Druck, dem das Material standhält – umso höher ist also die Wasserdichte. Nach der DIN Norm ISO 10966 gilt ein Zeltstoff ab einer Wassersäule von 1.500 mm als (kurzzeitig) wasserdicht.

Beispiel:
Ein Zeltstoff mit einer Wassersäule von 2.000 mm hält dicht, wenn Wasser bis zu einer Höhe von 2 Meter in einem Zylinder darauf lastet und Druck ausübt. Sobald die Füllmenge höher wird, würde das Wasser durch den Zeltstoff dringen und an der Innenseite des Stoffes würden Tropfen zu erkennen sein.

Wassersaeule Beispiel



Die Wassersäule für den Zeltboden wird normalerweise separat angegeben. Die Bodenplane ist einer wesentlich höheren Belastung ausgesetzt, als die Zeltwände. Der Druck des eigenen Körpergewichts belastet beim Sitzen, Knien oder Liegen nur kleine Flächen des Bodens. An diesen Stellen konzentriert sich der Druck und die Belastung steigt. Da hier eine große Kraft auf den Boden ausgeübt wird, muss der Wassersäulen-Wert um einiges höher sein, als bei den Zeltwänden.

Unsere Empfehlung: Zwar gilt ein Zelt ab 1.500 mm Wassersäule offiziell als wasserdicht, dennoch empfehlen wir dir für ein trockenes Zeltvergnügen bei fast jedem Wetter ein Zelt mit mindestens 3.000 mm Wassersäule, da es sich bei diesem Ermittlungsverfahren lediglich um eine theoretische Dichtigkeit handelt. Die Bodenplane sollte mit mindestens 8.000 mm Wassersäule ausgestattet sein.

2.7. Auf diese Zelt Ausstattung solltest du achten:

Ein komfortables und praktisches Zelt ist das, was ein Camper möchte. Daher solltest du auch auf die Ausstattung achten. Viele Zelte haben besonders praktische Ausstattungsmerkmale, die für dich interessant sein könnten. An dieser Stelle möchten wir dir einige kurz vorstellen:

Apsiden:
Apsiden im Zelt sind äußerst praktisch. Das Zelt bekommt durch Apsiden mehr Stauraum für Ausrüstung und Gepäck. Sie liegen nicht direkt im Innenzelt, sondern schließen an das Hauptzelt an.

Belüftung:
Bei einem Zelt ist es ratsam, auf ausreichende Belüftungsmöglichkeiten zu achten, welche sich bei schlechtem Wetter auch gut verschließen lassen sollten. So kann unter anderem die Bildung von Kondenswasser reduziert werden und gleichzeitig auch ein angenehmes, luftiges Raumklima erzeugt werden.

Schlafkabinen:
Eine Schlafkabine im Zelt bietet besonders viel Komfort. Dort kannst du wunderbar schlafen. Oft sind diese zusätzlich verdunkelt, um einen besonders guten, störungsarmen Schlaf zu ermöglichen. Im Zelt sorgt die Schlafkabine außerdem für Struktur. Die Räume sind klar abgetrennt und so effektiv nutzbar.

Gewicht und Packmaß:
Gerade auf Reisen oder Wanderungen solltest du beim Kauf auch auf das Gewicht und Packmaß achten. Für den Transport auf einer Reise ist es natürlich wesentlich schöner und angenehmer, wenn es leichter zu tragen ist und so wenig Platz wie möglich einnimmt. Daher sind manche Transportbeutel der Zelte mit Kompressionsriemen versehen, welche das Außenmaß nochmals etwas verkleinern können. Aber Vorsicht – nicht immer ist ein vergleichbares kleines Gewicht und Packmaß von Vorteil. Denn hier sind meist die Ausstattungs- und Qualitätsmerkmale (wie z.B. die verarbeiteten Materialien) geringer. Je nach deinen Ansprüchen und gewünschtem Einsatzzweck des Zeltes solltest du hier die richtige Kombination aus Gewicht/Packmaß und Qualität finden. Wer beides vereinen möchte – hohe Ausstattung bei kleinstem Gewicht – der muss oft sehr tief in die Tasche greifen.

3. Zelten - Tipps und Tricks

3.1. Worauf schläft man am besten im Zelt?

Welche Schlafunterlage sich im Zelt am besten macht, kommt natürlich ganz auf deinen persönlichen Geschmack an. Es gibt einige Optionen zwischen denen du wählen kannst. Von der klassischen Isomatte, über das Feldbett, der selbstaufblasenden Liegematte bis zur herkömmlichen Luftmatratze. Die eine, richtige Schlafunterlage für’s Zelten gibt es nicht. Die Isomatte hat das geringste Packmaß und ist am leichtesten. Sie bietet allerdings auch den geringsten Komfort. Die Wahl nach der richtigen Unterlage zum Schlafen richtet sich auch hier wieder nach dem Einsatzzweck. Worauf man im Zelt schlafen sollte, bleibt also völlig deinen Vorlieben überlassen.

Luftbetten:

 Luftbetten entdecken

Feldbetten:

 Feldbetten entdecken

Isomatten:

 Isomatten entdecken

3.2. Was macht den Preisunterschied zwischen teuren und günstigen Zelten aus?

Bei dem Preis eines Zeltes spielen viele Faktoren eine Rolle. Unter anderem Material, Größe, Gewicht und Ausstattung. Teurere Zelte haben in der Regel eine bessere Ausstattung, viele Extras (Taschen, Haken, etc.) und sind, aufgrund qualitativer Materialien, langlebiger. Teurere Zelte sind wegen ihres hochwertigeren Materials belastbarer, daher lohnt sich eine Investition in ein gutes Zelt langfristig und nachhaltig.

Unsere Empfehlung: Wenn Sie regelmäßig campen gehen und das Zelt viel Regen oder Sonne ausgesetzt ist, wählen Sie eine hochwertigere Variante. Sollten Sie sich als Freizeitcamper nur mal ein schönes Wochenende zum Zelten aussuchen, reicht für diesen Zweck auch die günstigere Alternative.

3.3. Warum, wann und wie imprägniere ich mein Zelt?

Ein undichtes Zelt wünscht sich wirklich niemand. Daher solltest du dein Zelt regelmäßig imprägnieren. Wir erklären dir an dieser Stelle, wie du das schnell und einfach machen kannst: Halte dich an die Produkthinweise des Imprägniermittels deiner Wahl. Es gibt sie in Spray- oder Flüssigform

Auch bei der Einwirkzeit und dem Trocknen solltest du auf die Angaben des Herstellers achten. Sobald das Zelt komplett trocken ist kannst du die Imprägnierung prüfen, indem du Wasser auf die Plane tropfen lässt. Gegebenenfalls muss der Vorgang wiederholt werden. Perlt das Wasser in vielen Tropfen vom Zelt ab, ist es optimal geschützt.

Imprägniermittel für dein Zelt findest du natürlich in ebenfalls bei uns.

 Yachticon Imprägnierspray  Yachticon Imprägnierkonzentrat  Outdoor Zeltimprägnierspray

3.4. Zelt-Reinigung

Falls es nötig ist, solltest du dein Zelt mit lauwarmem, klarem Wasser vorsichtig reinigen. Bei stärkeren Verschmutzungen empfehlen wir dir spezielle Reiniger für Zelte. Diese findest du selbstverständlich in unserem Sortiment.

 Yachticon Campy Zelt- und Gewebereiniger

3.5. Kondenswasserbildung

Die Bildung von Kondenswasser ist ein natürlicher, physikalischer Prozess. Die Bildung ist von vielen Faktoren abhängig: Temperatur, Luftzirkulation und Luftfeuchtigkeit spielen dabei eine Rolle. Die Bildung von Kondenswasser ist kein Zeichen von Undichtigkeit! Sie lässt sich nicht komplett vermeiden, durch Lüften aber minimieren.

3.6. Zelt-Reparatur

Wir empfehlen dir das Zelt komplett aufzubauen und es auf Schäden und Undichtigkeit zu überprüfen. Kleine Risse im Zelt kannst du schnell mit einem Reparaturset, welches speziellen Faden und Nadel enthält, selbst reparieren. Geplatzte Zeltnähte kannst du mit einem Nahtdichter wieder flicken. In unserem Shop findest du die passenden Produkte dafür.

 Yachticon Imprägnierkonzentrat  Yachticon Campy Zelt- und Gewebereiniger  Reparatur-Set Maxi  Rema Tip Top Universal Flickbox  Nähahle, Nadel und Garn

Noch mehr Produkte zum Thema Zeltreparatur findest du hier

3.7. Zelt-Lagerung

Dein Zelt solltest du nach Möglichkeit erst abbauen und einpacken, wenn es komplett getrocknet ist. So kann sich kein Schimmel bilden. Das Zelt sollte zur langfristigen Lagerung an einem trockenen und sauberen Platz untergebracht werden. Schimmel, Stockflecken und Geruch kannst du so optimal entgegenwirken.

Die Campinglust hat dich gepackt? Dann stöbere durch unseren Shop und statte dich aus. Dein Camping Wagner Team wünscht dir viel Spaß bei deinem nächsten Abenteuer – denn die Welt gehört dir!